Zurück in Kenia

Ja, es ist tatsächlich wahr, ich bin wieder in Kenia, und dies schon seit bald einer Woche! Die ersten Tage verbrachte ich in Nairobi zusammen mit einem Schweizer Team von “Unihockey für Strassenkinder”. Da schon einige Schweizer fleissig “gebloggt” haben, verzichte ich darauf, genauer auf diese Woche einzugehen, ihr könnt es aber hier nachlesen:

http://www.floorball4all.ch/de/aktuell/blog/blog-kenia-2015/blogmeldung

http://goa-schweiz.ch/unihockey-fuer-strassenkinder

 

Sogar im kenianischen Fernseh wurde ein Beitrag über Unihockey ausgestrahlt: http://www.kbc.co.ke/switzerland-coaches-in-the-country-to-introduce-floorball/

Tumaini – A place of hope

Am vergangenenDSCN0939 Samstag erreichten wir das letzte Waisenhaus unseres Keniaaufenthalts: Tumaini. In diesem Waisenhaus habe ich letztes Jahr drei Monate gelebt und unter anderem auch als Deutschlehrer fungiert. Tumaini, zu Deutsch Hoffnung, ist tatsächlich ein Ort der Hoffnung, und das für viele. So auch für mein fünfjähriges Patenkind, die passenderweise Hope heisst. Und auch DSCN0938mir gibt es Hoffnung und noch mehr Freude zu sehen, was sich im vergangenen Jahr alles getan hat. So wurden in der Zwischenzeit neue Schlafräume und am Samstag nun auch zwei neue Schulzimmer eingeweiht. Ebenfalls sehr erfreulich, die Bäckerei ist immer noch in Betrieb und sorgt dafür, dass  die Kinder täglich ein Brötchen zum Frühstück erhalten.

Was für eine Reise, was für eine Ankunft

Gestern machten wir uns auf den Weg ins CCRC. Einmal mehr liefen wir schwer beladen durch Nairobi. Dabei stellte sich heraus, dass der Sonntag sich prima fürs Reisen eignet; so wenig Leute habe ich noch nie in Nairobi gesehen. Wir konnten sogar teilweise nebeneinander gehen!!! Die Fahrt mit dem Matatu nach Joska war für alle Reisenden sehr amüsant. Für die Kenianer, da sie sich nicht gewohnt sind, Weisse in einem Matatu anzutreffen, und für uns, da wir eng zusammengepfercht auf der hintersten Sitzreihe Platz nahmen. Obwohl ein Teil unserer Habseligkeiten auf dem Dach mitreiste, war es recht eng. Meine Beine sind ohnehin immer zu lang für in diese Sammeltaxis, aufrecht sitzen war auch nicht möglich, da das Dach des Autos zu niederig P1020112war und einer meiner Arme musste ausserhalb reisen, da er sonst nirgens ein Plätzchen fand… Gerne hätte ich Euch von uns ein Selfie präsentiert, doch dazu fehlte die nötige Hand.

Die Jungs kamen uns abholen. Schon von weitem rannten sie auf uns zu. Was für ein Gefühl, “meine” Jungs nach über einem Jahr wieder in die Arme zu schliessen. Natürlich legten wir sofort los mit dem Fussball DSCN0746spielen. Was für eine Freude! Danach nahm ich mir Zeit für einen Rundgang im CCRC. Wie schön zu sehen, was sich im vergangen Jahr alles getan hat. Neue Matratzen, Hasen, zwei Hundebabys, Bauarbeiten zum Neubau des Waisenhauses etc. Und natürlich nicht zu vergessen, die Hühner. Denen geht es super  hier und heute morgen kam ich sogar in den Genuss von einem Ei.

Safari

DSCN0408Die letzten drei Tage ging es auf Safari. Für mich war nicht alles ganz neu, aber gleichwohl nicht minder lohnenswert. Zum guten Glück haben wir nicht damit begonnen, die Tiere zu zählen, welche wir zu Gesicht bekamen, sonst wären wir nächste Woche noch am zählen! Riesige Gnuherden, Zebras, alle erdenkbaren Antiloppen- und Gazzelenarten,DSCN0520 Giraffen in einer Vielzahl, dass wir nur staunen konnten, Vögel in allen Farben und Formen, Elefantenherden, denen wir Ewigkeiten bei ihrem freidlichen Treiben zusehen konnten, sogar ein Gepard bekamen wir zu Gesicht und und und… Aber das absolute Highlight war das Kräftemessen zwischen vier jungen Löwenmännchen und einer Büffelherde. Schlussendlich mussten die Löwen das Feld mit hungrigen Bäuchen räumen. Ebenfalls DSCN0403hochinteressant, jedoch aus meiner Sicht nicht ganz so erfreulich, die Touristen. Ausgerüstet mit Safarihut, Fotokamera und ihrem breiten Suaheliwortschatz   (Jambo), und einige sah man sogar mit Mundschutz, man weiss ja nie – auf der einen musste ich mir an den Kopf langen, auf der anderen Seite konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen.

Bye bye Kieni West

DSCN0222Die letzten Tage zeigte sich die Sonne vermehrt, und so konnten wir die verbleibenden Stunden mit den Kindern doppelt geniessen. Auf der einen Seite halfen wir bei den alltäglichen Arbeiten wie kochen, Gartenarbeit, Holz hacken oder Wäsche waschen, auf der anderen Seite brachten wir mit diversen Spielen auch ein wenig Abwechslung in das Alltagsleben. Besonders beliebt, Schokolade und P1010864Ballone, aber auch Seilspringen und Fussball sind, wie überall in Kenia, top. Obwohl wir nur eine Woche in Kieni West verbrachten, sind mir die Kinder sehr ans Herzen gewachsen. Mit ihrer fröhlichen und herzlichen Art haben sie auch mir immer wieder ein Strahlen auf mein Gesicht gezaubert. So ging denn auch der gestrige Abschlussabend nicht ohne feuchte Augen über die Bühne, und dies sowohl auf Seiten der Besucher, wie auch auf Seiten der Kinder. Nun zurück in Nairobi überwiegen aber die positiven Erinnerungen und die Vorfreude auf die weiteren Waisenhäuser.  IMG_3477

Meh Dräck

DSCN0074 Nach einem verregneten Sommer in der Schweiz freute ich mich eigentlich auf ein paar Sonnenstunden hier in Afrika. Ein paar wenige davon durfte ich auch schon geniessen, sie reichten zumindest für einen Sonnenbrand. Hier braucht es aber gar nicht viel Regen, damit die Strassen für Fahrzeuge unpassierbar werden und das Laufen zu einer wahren Herausforderung wird. Und genau diesen Regen hat es in den letzten Tagen gegeben. P1010741So beschlossen wir kurzerhand, uns Gummistiefel zu kaufen. Eine Investition, die sich wahrlich gelohnt hat!!! Gestern nun haben wir die Wege rund um die Häuser des Waisenhauses mit grossen Steinen ausgelegt, damit man nun auch wieder mit normalen Schuhen von A nach B gelangen kann.P1010721